Zu guter Letzt: Kampagne «Nacktes Meer»

Der für seine Projekte mit nackten Menschenmassen bekannte US-Fotograf Spencer Tunick hat für seine neueste Aktion tausend Menschen für Nacktaufnahmen versammelt. Die Aufnahmen wurden am israelischen Ufer des Toten Meers gemacht.

Das «Nacktes-Meer-Projekt» ist Teil einer Kampagne, um die Anerkennung des Toten Meers als Naturwunder der Welt zu erreichen. Am 11. November kann im Internet darüber abgestimmt werden. Das Tote Meer liegt 417 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt der Welt. Angesichts der Verwendung des Wassers aus dem Jordan zur Bewässerung von Ackerflächen sinkt seit Jahren das Niveau des Toten Meers.
Sollte nicht dringend etwas unternommen werden, könnte es bis 2050 vollständig verschwunden sein.
Die Teilnehmer des Projekts seien zwischen 18 und 77 Jahre alt und überwiegend männlich gewesen. Dies berichtete die Zeitung Jerusalem Post gemäss SDA am Wochenende. Zu dem Fotoprojekt kamen die Freiwilligen auf einem Strand zusammen. Es hatte bereits im Vorfeld in Israel für Kritik gesorgt. Orthodoxe Rabbiner und Politiker warnten vor «Sodom und Gomorrha» und drohten mit juristischen Schritten, um die Aktion zu verhindern. Der jüdische Künstler meinte dazu vor den Medien: Ob seine Projekte akzeptiert würden, zeige den Grad der Offenheit und Toleranz eines Landes. Wenn ein Land Nackt-Kunst zulasse, erweise es sich als offen, progressiv und engagiert.

In den vergangenen Jahren versammelte Spencer Tunick für seine «Körperlandschaften» bereits tausende nackte Menschen für Projekte in Sydney, New York, London, Barcelona und Wien sowie auf dem Aletschgletscher. Die bisher grösste entblätterte Menschenmenge fotografierte er mit 18'000 Freiwilligen in
Mexiko-Stadt.
 

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