Zu guter Letzt: Jugendliche vor «Simpsons» schützen

Die US-Serie «Simpsons» darf neuerdings auf Anordnung der Regierung Equadors nicht mehr im Tagesprogramm gezeigt werden. Der Grund dafür: Die Rundfunkbehörde Conartel wolle den Einfluss der Serie auf Jungen, Mädchen und Jugendliche prüfen.

Über den Einfluss der Medien wird aus diversen Blickwinkeln diskutiert und geforscht. Können gewaltverherrlichende Computer-Games ein ernstzunehmender Auswirkung zeigen? Inwiefern beeinflussen Printmedien die Meinungsbildung? Welche Form des Marketings, und in welchem Medium, spricht den Kunden auf die wrikungsvollste Art und Weise an? Solche Fragen sind jedoch, wie die Regierung in Equador beweist, nicht nur für die Marketing- und Kommunikationsbranche grundlegend. Denn auch die Behörden in Equador wollen nun anscheinend wissen, wie Fersehsendungen wirken. Die US-Serie «Simpsons» darf neuerdings auf Anordnung der Regierung nicht mehr im Tagesprogramm gezeigt werden. Der Grund dafür: Die Rundfunkbehörde Conartel wolle den Einfluss der Serie auf Jungen, Mädchen und Jugendliche
prüfen. Dies teilte der vom Entscheid betroffene Sender Teleamazonas am Donnerstag mit.
Bislang hatte Telemazonas die Sendung von Montag bis Freitag im
Familienprogramm ausgestrahlt. Die Rundfunkbehörde untersagte dem Sender nun, die
«Simpsons» in der Zeit von 06.00 Uhr morgens bis 21.00 Uhr ins Programm zu
nehmen. Was nun folgt, ist eine 90-tägige Untersuchung der Sendung. Die staatliche Regulierungsbehörde will, nach eigenen Angaben das junge Publikum
vor Programmen und Inhalten schützen, die Gewalt und rassistische oder
geschlechtliche Diskriminierung verbreiten. Erst kürzlich untersagte die Rundfunkbehörde auch die Ausstrahlun der japanischen Zeichentrickserie «Dragon Ball Z». während des Tages. Medienexperten und die ecuadorianische Presse kritisierten die Entscheide der Rundfunkbehörde.

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