Zu guter Letzt: Jetzt hat sich’s völlig ausgeflucht

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die strengen Gesetze noch verschärft: Im US-Fernsehen darf nun gar nicht mehr geflucht werden. Wie US-Medien berichten, ist nach diesem Gerichtsentscheid in Zukunft jedes einzelne Schimpfwort in Live-Sendungen für die Sender strafbar.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die strengen Gesetze noch verschärft: Im US-Fernsehen darf nun gar nicht mehr geflucht werden. Wie US-Medien berichten, ist nach diesem Gerichtsentscheid in Zukunft jedes einzelne Schimpfwort in Live-Sendungen für die Sender strafbar. Rutscht einem Gast in einer Sendung auch nur ein unpassendes Wort aus dem Mund, so muss der jeweilige Sender in Zukunft mit einem Bussgeld seitens der Funkaufsicht FCC rechnen.
Die verschärften Gesetze waren ursprünglich von einem Fall im Jahr 2002 initiiert worden. Damals hatte die Sängerin Cher während der Übertragung einer Preisverleihung spontan geflucht. Aber auch verbale Fehltritte von Paris Hilton und Bono Vox standen in dem Zusammenhang zur Diskussion. Der US-Sender Fox hatte schliesslich gegen die FCC-Richtlinien geklagt, die unter der Regierung Bush verschärft worden waren. Gemeinsam mit ABC, NBC und CBS argumentierte Fox vor Gericht, dass die Regelungen unklar seien und das Recht auf freie Meinungsäusserung untergraben würden.
Nun entschieden vier von fünf Richtern am Obersten Gerichtshof, dass die neuen Richtlinien weder «beliebig noch unbeständig» seien. Für die Sender bedeutet das, dass ihre Gäste in Zukunft sehr genau darauf aufmerksam gemacht werden müssen, wie sie sich im Fernsehen auszudrücken haben. Einem Gast wie Sacha Baron Cohen alias Ali G oder Borat wird wohl in Zukunft ein Maulkorb angelegt. Auch wie man die spontanen Wutausbrüche von Sportlern überblenden will, müssen sich die Sender nun überlegen.

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