Zu guter Letzt: iPhone, ich habe gesündigt

Für sündige Katholiken besteht neu die Möglichkeit, sich unkompliziert und unbürokratisch ihrem iPhone, iPad oder iPod Touch anzuvertrauen – für läppische 1.59 Euro.

Zwar kann das «Confession» genannte Programm die Absolution durch einen Priester nicht ersetzen, wie sein Entwickler Little iApps gemäss Pressetext einräumt. Katholiken sind damit jedoch eingeladen, «sich betend auf die Buße vorzubereiten» – für 1,59 Euro. Zudem soll die Beicht-App dazu beitragen, Abtrünnige zu erretten und mit digitaler Technologie heimzuholen.

Und wer nun denkt, durch die Nutzung der mobilen Beichte gleich eine weitere Sünde zu begehen, der sei beruhigt – an der Entwicklung der App haben nämlich zwei Vertreter der römisch-katholischen Kirche mitgewirkt. Und damit nicht genug: Cofession hat ganz offiziell den bischöflichen Segen erhalten; ein US-Bischof hat der Anwendung eine kirchenrechtliche Genehmigung erteilt. Und verlieh der Unbedenklichkeit der App gar in Form eines Vermerks «Nihil obstat», was soviel heisst wie «es steht nichts entgegen», Ausdruck.

Na dann, zückt das iPhone und beichtet, was das Display hält. Und wer ein paar Ideen braucht, was es alles zu beichten gäbe, dem sei der offizielle Sünden-Rechner empfohlen – ganz nebenbei erfahren Sie dort auch noch, wie viel Sie an der Himmelstüre für Ihre Lebenssünden zahlen müssten, um durch die Türe gelassen zu werden.
 

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