Zu guter Letzt: Hier und jetzt

Ogilvy UK kommuniziert einfach und direkt: Weibliche Genitalverstümmelung passiert nicht nur weit weg in fernen Ländern, sondern auch hier, vor der eigenen Haustür.

Female Genital Mutilation, kurz FGM, ist eines dieser Themen, bei denen einem nur das ungläubige Kopfschütteln bleibt. Aber: Kopfschütteln hilft niemandem. Aussichtsreicher sind da Informations- und Sensibilisierungskampagnen. Die Organisation 28 Too Many – benannt nach den 28 afrikanischen Staaten, in denen FGM praktiziert wird – hat sich zum Ziel gesetzt, die schändlichen,  Praktiken in die Geschichtsbücher zu verbannen. Und zwar nicht nur in Afrika, sondern überall, wo Mädchen und Frauen der Tradition wegen und aus Aberglauben verstümmelt und beschnitten werden. Also auch in Ländern wie Irak, Jemen, Indonesien und Malaysia… und Schweden, Deutschland, Grossbrittanien, Portugal, Italien oder die Niederlande. Auch in der Schweiz geht man von über 10'000 gefährdeten oder bereits betroffenen Frauen aus (Quelle: SRF). Bis zu je 50'000 Migrantinnen (oder Frauen mit Migrationshintergrund) sind in zahlreichen europäischen Ländern bedroht. Ogilvy kommuniziert, dass das Unfassbare auch vor der eigenen Haustür passiert – und es unterstützenswerte Organisationen gibt, die dabei nicht tatenlos zusehen wollen. (hae)

UK
holland
italien
deutschland
Schottland
schweden
 

More articles on the topic