Zu guter Letzt: Herr Ober, bitte spenden

Eine weitere effiziente Fundraising-Kampagne: In Polen spenden Restaurantbesucher durch die Position des Bestecks beim Abräumen Geld für hungernde Kinder.

Die meisten Menschen spenden eigentlich gerne. Solange sie nicht an der Haustüre belästigt, mit Bettelbriefen überschwemmt oder auf der Strasse von aufsässigen Studenten abgefangen werden. Noch einfacher spendet es sich, wenn der Betrag auch dem kleinsten Budget nicht ernsthaft weh tut. Das Gewissen dankt es. Glücklich können sich wohltätige Organisationen schätzen, wenn sie zur Spendengenerierung auf die Kreativität kreativer Agenturen zurückgreifen können. So konnte beispielsweise im Frühjahr mittels Kreditkarte Handfesseln durch- und Brot abgeschnitten werden, um eine Spende über zwei Euro auszulösen (Zu guter Letzt, 29.04.2014). Wer kann da nein sagen?

Die Warschauer Agentur Cheil hat für das polnische Rote Kreuz nun ebenfalls mit einer simplen Idee viel bewirken können. Restaurantbesucher konnten nach dem Essen mit der Besteckposition signalisieren, ob sie eineinhalb Euro – eine Mahlzeit für ein bedürftiges polnisches Kind – mehr auf die Rechnung setzen lassen wollten.

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Tischsets informierten über die Aktion, die Gäste hatten so genug Zeit, um sich Gedanken über eine spätere Spende zu machen. Das mediale Echo über die Kampagne war gross, immer mehr Restaurants schlossen sich an, die Spenden flossen in Strömen. Die Fundraising-Kampagne war ein derartiger Erfolg, dass sich das Rote Kreuz nun überlegt, sie auch in anderen Ländern zu lancieren. Überlegen Sie sich also schon mal, wie Sie das Besteck nach dem Essen hinlegen werden. (hae) 

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