Zu guter Letzt: Heiterer Babykauf

Um Menschenhandel aufzudecken, legten englische Reporter einen Köder aus. Angebissen hat... ein ungarisches TV-Team.

Das Thema Kleinkinderhandel ist eigentlich nicht sonderlich lustig – aber Tatsache. Reporter der Sunday Times wollten das stossende Treiben aufdecken und legten eine Fährte: In einem bulgarischen Forum platzierten sie eine Anzeige. «Hallo, wir wollen wirklich gern ein Baby haben, vielleicht auch zwei. Wir sind bereit zu zahlen, was es kostet.»

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Der Köder wurde geschluckt. Jedoch nicht von Menschenhändlern, sondern vom bulgarischen TV-Sender Nova. Dieser entdeckte die Annonce und witterte eine verheissungsvolle Story. Auf Heidi und Richie – das vermeintliche englische Ehepaar – wurden Reporter angesetzt, die sich fortan als Baby-Verkäufer ausgaben. Nach verschiedenen Telefongesprächen trafen sich die Parteien in Sofia in einem Restaurant.

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Die verdeckten Sunday Times Reporter (oben) sassen Nova-Reporterin Veronika Dimitrova und ihrem Begleiter (unten) gegenüber – um sich gegenseitig mit versteckten Kameras zu filmen.

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Die vermeintlichen Menschenhändler erkärten den vermeintlichen Interessenten nach minutenlangem Gespräch, dass ein Babykauf auch in Bulgarien illegal sei. Enttäuscht beendeten die Engländer das Treffen. Wenige Tage später lösten sie das Versteckspiel per E-Mail auf und gaben sich als Reporter zu erkennen. Die bulgarischen Kollegen taten es ihnen gleich. Heitere Auflösung!

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Wie Veronika Dimitrova im abschliessenden TV-Beitrag erklärt, hätten sich die englischen Reporter jedoch geweigert, vor laufender Kamera zur Babykauf-Story Stellung zu nehmen. Investigativer Journalismus hat irgendwo seine Grenzen. (hae)

Der Nova-Beitrag (mit englischen Untertiteln):

//www.youtube.com/watch?v=8_8csduQFCo

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