Zu guter Letzt: Grenzen überwinden

Der zu 20 Jahren Gefängnis verurteilte Kubaner Ricardo Gonzáles Alfonso ist von der Organisation Reporter ohne Grenzen zum «Journalist des Jahres 2008» ausgezeichnet worden. Auch wir haben noch einen Auszeichnung zu verteilen.

Der zu 20 Jahren Gefängnis verurteilte Kubaner Ricardo Gonzáles Alfonso ist von der Organisation Reporter ohne Grenzen zum «Journalist des Jahres 2008» ausgezeichnet worden.
In einem Staat, in dem Nachrichten und Informationen immer noch ein staatliches Monopol seien, habe Gonzáles aussergewöhnlichen Mut bewiesen, teilte Reporter ohne Grenzen am Donnerstag in Paris mit. «Trotz erheblicher persönlicher Risiken hat er, als einer der ganz wenigen, sein Recht auf Meinungsfreiheit eingefordert und verdrängte Themen wie Rassismus in der kubanischen Gesellschaft aufgegriffen», begründete ein Sprecher die Entscheidung der international besetzten Jury.
Gonzáles gründete mit De Cuba eine der ersten unabhängigen Zeitungen Kubas. Zusammen mit 26 anderen Journalisten wurde er 2003 festgenommen. Ein Gericht warf ihm später vor, «die Unabhängigkeit und Integrität Kubas zu untergraben» und verurteilte ihn zu 20 Jahren Gefängnis.
Weitere Menschenrechtspreise verlieh die Organisation an die Blogger Zarganar und Nay Phone Latt aus Birma sowie an das nordkoreanische Radio Free NK. Die Station gilt nach Angaben von Reporter ohne Grenzen in Nordkorea als Staatsfeind, weil es mit der Hilfe von verdeckt arbeitenden Korrespondenten über Themen berichtet, die aufgrund der repressiven Pressegesetze seit mehreren Jahrzehnten nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind.
Mit den Auszeichnungen würdigt die Organisation Journalisten, Internetdissidenten sowie Medien für ihren besonderen Einsatz für die Pressefreiheit und die Menschenrechte. Die Preise sind mit je 2’500 Euro dotiert.
Auch wir haben noch einen Auszeichnung zu verteilen. Der Schweizer Reporter ohne Grenze ist der ehemalige Weltwoche- und Magazin-Redaktor Peer Teuwsen. Mit der Leitung der neuen Schweizer Seiten beim Hamburger Wochentitel Die Zeit hat sich der 40-jährige, gebürtige Deutsche einen Traumposten geangelt.

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