Zu guter Letzt: Getwittert und vergeben
Böse Kommentare und Anschuldigungen gibt es im Social Web zu Hauf. In Malaysia wird nun mit unkonventionellen Mitteln gegen Übeltäter vorgegangen. Vergeben wird dem, der 100-mal dasselbe twittert.
So passiert dem malaysischen Internetaktivisten Fahmi Fadzil. Der Mann hatte gemäss der britischen Zeitung The Guardian auf Twitter den Arbeitgeber seiner schwangeren Freundin, einen Verleger, beschuldigt. Einige Stunden später entschuldigte sich Fadzil zwar beim Unternehmen, doch der Firmenanwalt brachte nur wenig Verständnis auf. Stattdessen verlangte er von Fadzil, dass er innerhalb von drei Tagen hundertmal dieselbe Entschuldigungsnachricht twittert, was der Mann schliesslich auch tat. Drei Tage lang, alle 30 Minuten.
Auf wessen Mist die Idee für die ungewöhnliche Strafe gewachsen ist, wollte der Anwalt nicht verraten. Er hofft aber, dass sich die Malaysier durch diesen Fall der Wirkung ihrer Kommentare im Netz bewusst werden. Wie dem auch sei. Viele prominente Twitter-Nutzer bekundeten jedenfalls ihre Sympathie für Fadzil. Und zählte er vergangene Woche noch 4‘200 Follower, sind es mittlerweile auch schon über 5‘500.
