Zu guter Letzt: gelbe Gotteslästerer

Die türkische Rundfunkbehörde RTÜK findet die Simpsons nicht lustig. Das kommt einen Fernsehsender nun (relativ) teuer zu stehen.

Wegen angeblicher Gotteslästerung der Zeichentrickserie «Die Simpsons» muss der TV-Sender CNBC-E eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 28‘000 Franken bezahlen. So wurde in der Halloween-Spezialfolge der 22. Staffel Gott als Kaffee-servierender Untertan des Teufels dargestellt, was nach Ansicht der Rundfunkbehörde religiöse Gefühle verletzt. RTÜK begründete laut Spiegel.de die Strafe ausserdem damit, dass die Serie «sich über Gott lustig macht, junge Leute zur Gewalt aufruft, indem sie Morde als göttlichen Befehl darstellt, und sie dazu anstachelt, am Silvesterabend Alkohol zu trinken». Einer der Serien-Charaktere missbrauche die Religion des anderen, um diesen zu Morden aufzurufen. «In einer Szene wird die Bibel öffentlich verbrannt und Gott und Satan werden in Menschengestalt dargestellt», ergänzte die Aufsichtsbehörde.

Faszinierend, wie viel man in die Serie hineininterpretieren kann. Man könnte auch einfach sagen: Sie ist lustig, war früher sehr lustig, dann in einer Phase etwas weniger lustig und holt in den neueren Staffeln wieder an Lustigkeit auf. Gleich Alkohol trinken braucht man deswegen an Silvester nicht. (hae)

simpsons-teufel
 

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