Zu guter Letzt: Foltern fürs Fernsehen

Der Blick hat einen Billag-Werbespot zum Anlass genommen, um wieder mal so richtig auf die unbeliebte Inkassostelle einzudreschen. Jedoch hat sich auch auf Facebook Widerstand formiert.

Die Billag war für die Medien schon immer ein dankbares Opfer, denn in der Bevölkerung ist die Inkassostelle für Fernsehgebühren ja wirklich nicht besonders beliebt – sie ist eigentlich nur dann präsent, wenn jeweils die Rechnung ins Haus flattert. Der Blick hat am Dienstag denn auch wieder mal mit dem ganz grossen Knüppel auf die Billag eingedroschen. Unter dem Titel: Terror-Spot am TV hiess es von einem erstmals im März 2008 ausgestrahlten Billag-Fernsehspot, er sei sauteuer (1,5 Millionen Franken), schüchtere die TV-Zuschauer ein, und das Volk hätte den ganzen Mist auch noch zu bezahlen. Zudem rechnete das Blatt vor, dass eine einzige Ausstrahlung zur Hauptsendezeit rund 200’000 Franken kostet.
In dem Pixar-ähnlichen Comic-Spot wurde veranschaulicht, was mit Fernsehern passiert, deren Besitzer keine Gebühren bezahlen: Ein verängstigter Fernseher mit menschlichen Zügen wurde von einem futuristischen Spezialkommando entführt, dann gefoltert und am Schluss liquidiert. Ob dies in Zeiten Guantanamos besonders geschmackvoll ist, sei dahingestellt, ironischerweise könnte die Billag damit aber ihre eigene Liquidation eingeleitet haben: Über Facebook entstand mitunter wegen des teuren Werbespots, aber auch wegen den hohen Verwaltungskosten der Billag eine «Volksinitiative gegen überhöhte Billag-Gebühren». Die Gruppe hat bereits 19’000 Mitglieder. Ihr Name: «Bye-bye Billag».

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