Zu guter Letzt: Fernsehen für den Herbst des Lebens

Letzte Woche zeigte das Schweizer Fernsehen «Entscheidung 07: Die Jungdebatte». Eine Sendung, in der hundert jugendliche Gäste über Politik diskutierten. SF-Chefredaktor Ueli Haldimann wertete die Sendung, die von 187’000 Personen verfolgt wurde und 22,5 Prozent Marktanteil erreichte, als vollen Erfolg.

Letzte Woche zeigte das Schweizer Fernsehen «Entscheidung 07: Die Jungdebatte». Eine Sendung, in der hundert jugendliche Gäste über Politik diskutierten. SF-Chefredaktor Ueli Haldimann wertete die Sendung, die von 187’000 Personen verfolgt wurde und 22,5 Prozent Marktanteil erreichte, als vollen Erfolg. Was Haldimann dabei übersehen haben muss, ist das von Mediapulse ermittelte Durchschnittsalter der Zuschauer. Dieses lag mit 57,5 Jahren nämlich etwa gleich hoch wie bei der Tagesschau. Anscheinend klebten da vor allem Leute vor dem Bildschirm, die mal wissen wollten, was die Jungen so denken. Alle Anderen schauten sich auf dem Schwesterkanal die Champions-League-Übertragung an und dachten: Wann fällt hier endlich mal ein Tor?
Die Politikverdrossenheit der Jugend erkannt haben will Dominik Kaiser, Chef des Schweizer TV-Senders 3+, der am Verlegerkongress in Luzern sagte, Jugendliche würden sich in erster Linie für Unterhaltung interessieren. Vielleicht haben die beiden Spezis Ackeret und Blocher deshalb jetzt ihre eigene Fernsehsendung.

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