Zu guter Letzt: Fallen Redaktionsräume bald dem Rotstift zum Opfer?
Die Arbeitswelt wird zunehmend virtuell. Dank neuer Onlinetechnologien können Journalisten und Redaktoren viele Arbeitstätigkeiten nicht nur in der Redaktion, sondern von jedem beliebigen Standpunkt aus erledigen. Gerade heutzutage – da viele Verlage an allen Ecken und Enden sparen müssen – drängt sich damit doch die Frage auf: braucht es überhaupt noch Büros?
Ob virtuelle Büros wirklich etwas taugen, das testeten im Februar die rund 30 Beschäftigten des New Yorker Wirtschaftsmagazins Inc. Einen Monat lang arbeiteten sie ohne Büroinfrastruktur und trafen sich dabei nur ein einziges Mal. Wie effizient die Redaktion während dieser Zeit war, wird am 6. April ersichtlich. Dann nämlich kommt das Produkt aus dem virtuellen Redaktionsraum heraus. Damit dürfte sich – zumindest aus ökonomischer Sicht – die Frage nach der Notwendigkeit von Büroräumen beantworten.
Unklar bleibt hingegen, welche Vorteile die An- beziehungsweise Abwesenheit den Mitarbeitern bringt. Gibt es doch schliesslich auch noch eine soziale Komponente. Ein Mitarbeiter fand beispielsweise, er sei während der Zeit zwar «produktiver, aber weniger glücklich» gewesen. Es habe ihm an zwischenmenschlichem Austausch gefehlt. Bleiben Zweifel, ob letzteres Argument kühle Strategen zu überzeugen vermag. Bei Ringier dürfte sich die Frage aufgrund der hohen Investitionen für den neuen Newsroom ohnehin erübrigen. Sollte sich die virtuelle Redaktion anderswo aber durchsetzen, bliebe immer noch die Möglichkeit, den Redaktionssitz ins nächstgelegene Café zu verlegen.
Unklar bleibt hingegen, welche Vorteile die An- beziehungsweise Abwesenheit den Mitarbeitern bringt. Gibt es doch schliesslich auch noch eine soziale Komponente. Ein Mitarbeiter fand beispielsweise, er sei während der Zeit zwar «produktiver, aber weniger glücklich» gewesen. Es habe ihm an zwischenmenschlichem Austausch gefehlt. Bleiben Zweifel, ob letzteres Argument kühle Strategen zu überzeugen vermag. Bei Ringier dürfte sich die Frage aufgrund der hohen Investitionen für den neuen Newsroom ohnehin erübrigen. Sollte sich die virtuelle Redaktion anderswo aber durchsetzen, bliebe immer noch die Möglichkeit, den Redaktionssitz ins nächstgelegene Café zu verlegen.
