Zu guter Letzt: Fairplay auf helvetisch

Diese Woche herrschte Aufregung unter den treuen Anhängern des FC Basel: Es war zu befürchten, dass das Champions-League-Spiel gegen die portugiesische Mannschaft Vitória Guimarães am Mittwochabend nicht über helvetische Bildschirme flimmert. Ein Kompromiss schuf schliesslich Abhilfe.

 Diese Woche herrschte Aufregung unter den treuen Anhängern des FC Basel: Es war zu befürchten, dass das Champions-League-Spiel gegen die portugiesische Mannschaft Vitória Guimarães am Mittwochabend nicht über helvetische Bildschirme flimmert. Ein Opfer an die olympischen Götter wäre das gewesen, denn die SRG wollte die Olympia-Fans mit Beiträgen versorgen – abgesehen davon, dass für die Übertragung des Champions-League-Spiel anscheinend ein «horrender Preis» gefordert wurde. Sturm gegen diese Nicht-Übertragung liefen neben den Bebbi-Fans auch einige Medien, so setzte sich die Basler Zeitung unter dem Titel «unerträgliche Prinzipienreiter» für die Übertragung ein. Und der Lokalsender Telebasel schaltete sich ein: Er nahm ebenfalls Verhandlungen auf mit der portugiesischen Rechteinhaberin. Nach einigem Hin und Her zwischen SF, Telebasel, FCB und den Rechteinhabern – das nicht immer ganz reibungslos ablief, wie zwischen den Zeilen einer Telebasel-Mitteilung zu lesen ist – dann am Mittwoch die erlösende Botschaft: Der Match kann sowohl auf Telebasel, TSI und SF laufen. Bei Telebasel das gesamte Spiel, bei SF nur die zweite Halbzeit. Die Leutschenbach-Crew hat nämlich sowohl an die Olympia-Begeisterten wie an die Fussball-Fans gedacht. Und den Abend entzwei geschnitten, um allen die gewünschten Infos zu bieten. Es geht wohl nichts über einen gut schweizerischen Kompromiss – auch wenn dabei eine Fussball-Halbzeit auf der Strecke bleibt.

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