Zu guter Letzt: Facebook erweitert das Arbeitsgedächtnis, Twitter macht dumm
Facebook, Twitter, Couchsurfing, YouTube; Social Network Plattformen legen nicht nur an Nutzer zu, nun sollen sie gar einen starken Einfluss auf die Intelligenz ihrer Nutzer haben. Das Social Network Facebook soll seine Nutzer klüger machen, der Microblogging-Dienst Twitter hingegen dümmer. Diese These vertritt die Psychologin Tracy Alloway von der University of Stirling in Schottland.
Facebook, Twitter, Couchsurfing, YouTube; Social Network Plattformen legen nicht nur an Nutzer zu, auch die Zielgruppe dehnt sich immer weiter aus. Nun sollen sie gar einen starken Einfluss auf die Intelligenz ihrer Nutzer haben. Das Social Network Facebook soll seine Nutzer klüger machen, der Microblogging-Dienst Twitter hingegen dümmer. Diese These vertritt die Psychologin Tracy Alloway von der University of Stirling in Schottland. Sie hat sich laut einem Bericht des Telegraph eingehend mit dem Arbeitsgedächtnis beschäftigt, das für die vorübergehende Speicherung beziehungsweise dem Einsatz von Information zuständig ist. Sie untersuchte in diesem Zusammenhang auch den Einfluss von Social Media auf das Arbeitsgedächtnis und kam zu dem Fazit, dass einzelne Plattformen die Entwicklung eher fördern, andere wiederum hemmen. Während also Facebook nach Meinung von Alloway das Arbeitsgedächtnis erweitert, soll Twitter genau das Gegenteil bewirken. Doch nicht nur Twitter kommt unter Alloway’s Messer. Sie übt außerdem Kritik an jeglichen Kommunikationsformen, die in irgendeiner Weise «unmittelbar» funktionieren, so etwa auch YouTube oder das Schreiben von SMS. Facebook habe deswegen einen positiven Einfluss, weil es das Gehirn bei der Nutzung durch eine höhere, oder mehr verschiedene Funktionen stärker herausfordere. Twitter sei durch seine Knappheit schlechter, weil es «die Aufmerksamkeitsspanne reduziert und das Hirn nicht angeregt oder Nervenverbindungen gestärkt werden», behauptet Alloway. Im Interview mit pressetext.de meint der Medienpsychologe Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digitalen Instituts dazu, dass eben gerade die vorgegebene Knappheit positiv daran sei. Er sehe Twitter sogar als klugmachendes Medium, da man sozusagen den Zwang habe, sich präzise auszudrücken, was wiederum eine intellektuelle Übung sei.
