Zu guter Letzt: Eveline schlumpft auf Facebook
Mittlerweile ist es auch bis in die hintersten Täler durchgedrungen: Die Schweiz hat eine neue Bundesrätin. Eine bis vor kurzem dem Gros des Schweizer Volks völlig unbekannte, vormalige Bündner Regierungsrätin namens Eveline Widmer-Schlumpf hat am letzten Donnerstag, nach circa 18 Stunden Bedenkzeit die Wahl in das höchste Schweizer Politgremium angenommen.
Mittlerweile ist es auch bis in die hintersten Täler durchgedrungen: Die Schweiz hat eine neue Bundesrätin. Eine bis vor kurzem dem Gros des Schweizer Volks völlig unbekannte, vormalige Bündner Regierungsrätin namens Eveline Widmer-Schlumpf hat am letzten Donnerstag, nach circa 18 Stunden Bedenkzeit die Wahl in das höchste Schweizer Politgremium angenommen. Seither hat ist ihr Bekanntheitsgrad mit jeder Minute gestiegen. Dafür sorgten nicht nur ihre Fernsehauftritte und Presseinterviews, sondern auch ihr proaktives Verhalten in modernen sozialen Netzwerken. So zum Beispiel bei Facebook. Nur gerade etwa drei Stunden nachdem Widmer-Schlumpf am Mittwoch von einer Mehrheit der vereinigten Bundesversammlung zur Nachfolgerin von Justizminister Christoph Blocher gewählt worden war, verfügte die Bündnerin bereits über eine eigenes Facebook-Profil, samt vollständiger Kontaktangaben und grossherzigem Kontaktverhalten. Im Nu hatte die Frau aus Felsberg einen stattlichen virtuellen Freundeskreis aufgebaut. Klar, jeder wollte plötzlich mit der neuen Bundesrätin befreundet sein. Allerdings birgt deren neues Hobby ein nicht zu unterschätzendes Risiko: Bereits handelt Facebook der britischen Wirtschaft täglich mehr als 200 Millionen Euro Verlust ein (siehe ). Deshalb die Frage: Welche Konsequenzen hat ein nach dem Community Network süchtiges Regierungsmitglied für die Schweizer Wirtschaft? Haben sich die Blocher-Wähler mit Eveline Widmer ein wirtschaftliches Problem eingeschlumpft? Oder steckt hinter der Aktion gar Papa Schlumpf Leon? Oder vielleicht die Gargamels und Azraels der Zürcher SVP? Fragen über Fragen.
