Zu guter Letzt: Enten are awesome

Eine australische Tierschutz-Initiative setzt sich gegen die Entenjagd ein. Nicht mit Schockbildern, sondern mit einem Video, das den Leuten gefällt – und die Bezeichnung «viral» mehr als verdient.

Die Kommunikation von Tierschutz-Themen ist nicht einfach: Die meisten Leuten würden das Anliegen eigentlich unterstützen, wollen aber keine schockierenden und belastenden Bilder sehen. Also schauen sie lieber weg und widmen sich leichtverdaulicheren Themen, statt sich zu informieren. Das erklärt zum Beispiel, wieso viele Menschen immer noch Echtpelzkragen tragen, obwohl Organsiationen und Medien seit Jahren über die skandalösen Hintergründe aufklären. Es sind sicherlich keine bösen Menschen, aber sie wollen nicht informiert sein und verstecken sich lieber hinter löchrigen Argumenten und faulen Ausreden (jetzt wieder nachzulesen in den Leserkommentaren der grossen Onlineportale).

Vielleicht wäre es effizienter, die Menschen mit positiven Emotionen wachzurütteln. Eine australische Initivative zeigt, wie's geht – und wie man die mittlerweile auch nicht mehr so neuen Medien zur effizienten, viralen Waffe macht. Am 17. November stellte sie ein Video namens «People being awesome» auf Facebook. Der Film reiht menschliche Enten-Rettungen aneinander, unterlegt mit Musik. Am Schluss der Aufruf an die Wähler und die Labor-Partei von Victoria, sich gegen die dortige, offenbar brutale und sinnlose Entenjagd einzusetzen. Plus Link Saveourducks.com.

//www.youtube.com/watch?v=RoRR8egRPpc

Das Video scheint weder besonders aufwendig produziert noch sonderlich originell zu sein – viele Ausschnitte kennt man bereits von Youtube. Aber es funktioniert: Über 88 Millionen mal (!) wurde der Film auf Facebook in neun Tagen angeklickt und mehr als 1,8 Millionen mal (!) geteilt. 750'000 mal geliked und 35'500 mal kommentiert. Social-Media-Kampagnen könnten so einfach sein – wenn sie denn zur Abwechslung mal richtig einschlagen. (hae)

enten

More articles on the topic