Zu guter Letzt: Emoticons
Die klassischen Emoticons bestehen aus Satzzeichen oder sind knütschgelb. Künftig sollen die ursprünglich abstrakten Zeichen aber noch mehr die menschliche Vielfalt widerspiegeln und kommen in verschiedenen Hautfarben daher.
Unicode ist ein internationaler Zeichencode, der die digitalen Schriftzeichen verschiedener Länder und Kulturen einheitlich regeln soll. Das Unicode-Konsortium (dem zahlreiche Software-Firmen angehören) hat nun einen Entwurf für neue Emoticons-Richtlinien veröffentlicht, den Mark Davis von Google und Peter Edberg von Apple verfasst haben. Die neuen Richtlinien basierten auf den sechs Hauttypen der sogenannten Fitzpatrick-Skala.
Es gäbe weitere menschliche Unterscheidungsmerkmale, etwa Frisuren, Haarfarben oder Bärte, heisst es im Entwurf. Aber es sei für Unicode unmöglich, all dies zu berücksichtigen. Dennoch nähert sich das Emoticon damit einen Schritt mehr dem menschlichen Gesicht an.
Falls das Unicode-Konsortium den Vorschlag annimmt, kann man voraussichtlich ab Juni 2015 Emoticons auf dem Smartphone personalisieren. Wer seine Gefühle lieber in neutralem knütschgelb ausdrückt, kann das natürlich weiterhin tun. (sis)

