Zu guter Letzt: Eine Nachricht mit maximalem Unterhaltungsnutzen
Die Medienwelt wird wohl noch schneller in der Kostenwahrheit ankommen, die Roger Köppel schon vor fünf Jahren ausgerufen hat. Das sagt auch der deutsche Verleger Michael Grabner.
Ein sicherer Weg, die Aufmerksamkeit der Medienschaffenden zu wecken, ist über sie zu schreiben. Dazu muss natürlich erst jemand etwas News-würdiges über die Schreiberzunft verkünden. Dieses Mal fällt diese Ehre Michael Grabner zu, er ist Chef der deutschen Holtzbrinck-Verlagsgruppe, die unter anderem die deutsche Financial Times herausgibt. Der sprach im Tagesanzeiger vom Donnerstag Klartext, so klar, dass die SDA seine Worte mit dem Zitattitel «Journalisten schreiben zu häufig am Publikum vorbei» gleichentags frühmorgens über den Ticker jagte.
Herr Grabner räumt zünftig auf mit dem Bild des sinnierenden, nach Themen grabenden Journalisten und verordnet dem Berufsstand im Gegenzug mehr Kundenorientiertheit. Bevor die Journalisten in Zukunft in die Tasten hacken, müssen sie sich stets darüber im Klaren sein, welchen Nutzen der zu schreibende Artikel erfüllen wird. Informationsnutzen? Unterhaltungsnutzen? Oder Servicenutzen? In der heutigen Praxis ortet der Verlagsmann zu viele Journalisten, die sich zu vornehm sind, den Nutzwert ihrer Ergüsse hochzurechnen, und so langweile sich das Publikum über Gebühr. Alleinige Schuld trifft aber nicht nur die edlen Journis, sondern vor allem auch die politischen Organisationen, welche die Redaktionen pausenlos mit Nachrichten zumüllen. Und diese Politnachrichten sind einfach nicht das, was die Leute verlangen. Freuen wir uns also auf eine kostenwahre, Nutzwert-gesteigerte, politarme Medienwelt.
Herr Grabner räumt zünftig auf mit dem Bild des sinnierenden, nach Themen grabenden Journalisten und verordnet dem Berufsstand im Gegenzug mehr Kundenorientiertheit. Bevor die Journalisten in Zukunft in die Tasten hacken, müssen sie sich stets darüber im Klaren sein, welchen Nutzen der zu schreibende Artikel erfüllen wird. Informationsnutzen? Unterhaltungsnutzen? Oder Servicenutzen? In der heutigen Praxis ortet der Verlagsmann zu viele Journalisten, die sich zu vornehm sind, den Nutzwert ihrer Ergüsse hochzurechnen, und so langweile sich das Publikum über Gebühr. Alleinige Schuld trifft aber nicht nur die edlen Journis, sondern vor allem auch die politischen Organisationen, welche die Redaktionen pausenlos mit Nachrichten zumüllen. Und diese Politnachrichten sind einfach nicht das, was die Leute verlangen. Freuen wir uns also auf eine kostenwahre, Nutzwert-gesteigerte, politarme Medienwelt.
