Zu guter Letzt: Ein Grund zum Klagen

In den USA haben vier der fünf grössten Tabakfirmen am Dienstag Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Der Grund dafür sind die neu vorgeschriebenen Warnhinweise auf Raucherwaren über die Gefahren des Rauchens.

Die klagenden Unternehmen machten geltend, dass sie mit den neuen Hinweisen gezwungen seien, Warnungen der Regierung vor dem Rauchen besser sichtbar anzubringen als ihren eigenen Markennamen. Nie zuvor in den USA seien Hersteller eines legal produzierten Produkts verpflichtet worden, auf ihrer eigenen Verpackung und in ihrer Werbung eine emotional aufgeladene Botschaft der Regierung zu übermitteln, mit der erwachsene Verbraucher dazu gedrängt werden, ihre Produkte zu meiden, heisst es in der Klage gemäss SDA.
Die US-Drogenbehörde FDA hat neun neue Warnungen gebilligt, die ziemlich drastische sind. Sie zeigen unter anderem das Bild einer Leiche mit zugenähtem Brustkorb. Diese sollen abwechselnd auf die Packungen gedruckt werden – jeweils auf die gesamte obere Hälfte der Vorder- und der Rückseite. Die Unternehmen machen nun geltend, die neuen Aufdrucke kosteten Millionen Dollar. Auslöser seien neue Maschinen, um die Warnungen häufig wechseln zu können.
Die Kläger sind R.J. Reynolds, Lorillard, Commonwealth Brands, Liggett Group und Santa Fe Natural Tobacco Company. Altria Group, der Mutterkonzern des grössten US-Zigarettenherstellers Philip Morris, hat sich der Klage nicht angeschlossen.
 

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