Zu guter Letzt: Ein echter Mandela
Eine Galerie verkauft Lithografien, die angeblich von Nelson Mandela gefertigt wurden. Der Anti-Apartheid-Kämpfer hat nun rechtliche Schritte eingeleitet.
Die Story ist bekannt: Eine Kunstgalerie verkauft Werke, die angeblich von einer berühmten Person gefertigt wurden, steigert damit den Wert der Stücke, die betroffene Person lebt allerdings noch und leitet, da das Zeug in ihrem Namen vermarktet wird, rechtliche Schritte ein. Die Hauptdarsteller im jüngsten Bühnenstück dieses Musters sind die Londoner Galerie Belgravia und der südafrikanische Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela. Die Galerie behauptet, sie sei im Besitz von Lithografien, die Mandela auf Robben Island in den Jahren 2001 oder 2002 gefertigt habe. Mandela liess ausrichten, er distanziere sich von den Arbeiten, und beauftragte eine Rechtskanzlei mit dem Fall. Die Geschichte hat jedoch eine unfreiwillig geschmacklose Seite: Robben Island ist die Gefängnisinsel, auf der Mandela etwa 18 Jahre in einer sechs Quadratmeter grossen Einzelzelle eingesperrt war, wo mit Bestimmtheit die eine oder andere echte Mandela-Lithografie zu finden ist.
