Zu guter Letzt: Economiesuisse unbeeindruckt von Social Media-Aktivisten?

Economiesuisse hat seine Kampagne gegen das CO2-Gesetz beendet und die im Internet publizierte Liste von unterstützenden Unternehmen und Verbänden am Freitag vom Netz genommen. Dies werten die Social-Media-Aktivisten als Erfolg ihrerseits.

Man hätte den Entscheid des Wirtschaftsdachverbandes mit grosser Genugtuung zur Kenntnis genommen. Dies erklärte Andreas Freimüller von Kampagnenforum.ch denn auch am Montag in einem Communiqué. Er hatte an der Spitze der vorwiegend auf dem sozialen Netzwerk Facebook ausgetragenen Protestaktion gegen die Liste gestanden. Dass die Liste nun vom Netz genommen wurde, wertet er als Reaktion von Economiesuisse auf die in den vergangenen Wochen getroffenen Entscheide der Outdoorfirma Mammut und des Telekomanbieters Sunrise, ihre Namen von der Liste streichen zu lassen. Die beiden Firmen hatten damit auf die massiven Online-Protestaktionen auf ihren Facebook-Unternehmensauftritten reagiert.
Economiesuisse begründet die Entfernung der bis zuletzt noch über 200 Firmen und Verbände führenden Liste jedoch anderweitig. Die Entfernung habe nichts mit den Social-Media-Aktivisten zu tun, erklärte Kampagnenleiterin Ursula Fräfel am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Kampagne sei von vornherein im Hinblick auf die Herbstsession geführt worden und zeitlich begrenzt gewesen. Der Nationalrat habe nun bereits zwei wichtige Entscheidungen bezüglich CO2-Gesetz getroffen: Die Streichung der Treibstoffabgabe und die Begrenzung des Klimarappens auf 5 Rappen. Da er in beiden Fällen im Sinne von Economiesuisse entschieden habe, betrachte der Wirtschaftsdachverband die Aktion mit der Liste der CO2-Gesetz-Gegner daher als gelungen und somit abgeschlossen, so Fräfel.
Und da für Economiesuisse die Aktion abgeschlossen ist, hielt der Dachverband es wohl für das Klügste, die Liste vom Netz zu nehmen, bevor noch mehr CO2-Gesetz-Gegner der «Facebook-Hetze» ausgesetzt werden und wie Mammut später kleinlaut den Schwanz einziehen.
 

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