Zu guter Letzt: Die Schweiz kann so grausam sein!
Normalerweise wirbt die Schweiz im Ausland mit ihren Vorzügen. Die einzigartige Natur, das Alpenpanorama, die Produkte der hiesigen Uhrenindustrie, leckere Schokolade oder würziger Käse werden benutzt, um auf die Attraktivität unseres Landes hinzuweisen.
Normalerweise wirbt die Schweiz im Ausland mit ihren Vorzügen. Die einzigartige Natur, das Alpenpanorama, die Produkte der hiesigen Uhrenindustrie, leckere Schokolade oder würziger Käse werden benutzt, um auf die Attraktivität unseres Landes hinzuweisen. Zahlungskräftige Touristen sollen in der Heimat von Hayek und Heidi ihr Geld lassen. Anders sieht es mit monetär weniger potenten Gästen aus, zum Beispiel aus Afrika. Wie der Sonntagsblick nun aufdeckte, macht das Bundesamt für Migration dort in TV-Spots Negativreklame für die Schweiz. Während der Halbzeitpause des Fussballspiels Schweiz gegen Nigeria lief im nigerianischen Fernsehen ein
, der Auswanderer vor der Schweiz abschrecken soll. Darin ist ein junger Student zu sehen, der aus der kalten, regnerischen Schweiz seinen Vater in Nigeria anruft. Während er seinem Vater versichert, dass mit Studium, Job und Wohnung alles bestens läuft, sind Bilder dazwischen geschnitten, die seine wahre Situation zeigen sollen: In Armut, als Bettler, verfolgt von der Polizei. «Wir haben die Verpflichtung, diesen Menschen aufzuzeigen, was eine Flucht für sie für Folgen haben kann,» begründet Eduard Gnesa, der Direktor des Bundesamtes für Migration, die Aktion. Bundesrat Christoph Blocher hat sich bereits positiv dazu geäussert. Mit ein paar bissigen Worten von seinem Getreuen Christoph Mörgeli wäre der sicher viel effektiver geworden.
