Zu guter Letzt: Die Lizenz für den Kleinwagen
James Bond schäkert mit der Sekretärin seines Vorgesetzten, fährt schnelle englische Sportwagen, trinkt Exklusives, Hochprozentiges und ist auch sonst ganz schön der Chef. Tja, so war das zumindest mal. Doch der Wind hat sich gedreht.
James Bond schäkert mit der Sekretärin seines Vorgesetzten, fährt schnelle englische Sportwagen, trinkt Exklusives, Hochprozentiges und ist auch sonst ganz schön der Chef. Tja, so war das zumindest mal. Doch der Wind hat sich gedreht und die Werbegelder wehen heuer, da endlich unser Schweizer Regieheld Marc Forster am Drücker ist (die Deutschen behaupten ja, er sei einer von ihnen. Aber das ist eine andere Geschichte), von einer anderen, wesentlich kleinbürgerlicheren Seite heran. Will heissen: Statt Aston Martin, Jaguar, Daimler oder Rolls Royce sitzt Daniel Craig im neuen Streifen «Quantum of Solace» anscheinend am Steuer eines serienmässigen Ford Ka. Und statt mit der derben Alkoholkeule in Form eines gerührten Dry Martini zu wirbeln muss der Agent mit der Lizenz zum Töten diesmal Coca-Cola Zero schlürfen. Ob die Handlung auch von den Sponsoren diktiert wurde, war noch nicht zu erfahren. Vielleicht muss Bond diesmal mit einem Armeemesser von Victorinox das Coca-Cola-Geheimrezept aus einem mit Prittstift verklebten Ford Ka befreien? Zwischendurch holt er sich eine Pepsivergiftung und wird von einem Mazda angefahren. Und diese «Lizenz zum Töten» liegt dann wohl der nächsten Ausgabe von Bravo Girl bei. Früher war alles besser.
