Zu guter Letzt: Die Kosten der Liebe

Es mutet an wie eine Groteske, ist aber keine. Mit dem selbstgebastelten Cost-of-Love-Index bildet die Online-Partneragentur Parship ländervergleichend die Summen ab, die bei der Suche nach einem, nun ja, Partner ausgegeben werden.

 
Es mutet an wie eine Groteske, ist aber keine. Mit dem selbstgebastelten Cost-of-Love-Index bildet die Online-Partneragentur Parship ländervergleichend die Summen ab, die bei der Suche nach einem, nun ja, Partner ausgegeben werden. Unter den 13 aufgeführten Staaten ist die Grüne Insel Spitzenreiterin. 915 Franken geben die Iren und Irinnen pro Kopf und Jahr aus, Schlusslicht ist Holland mit 106 Franken. Die Schweiz ist mit 383 Franken auf Platz sieben gelandet. Kommentiert wird das dann so: Die Iren sind die «spendabelsten», «geizig» zeigen sich die Holländer (die wahrscheinlich aufgrund der regelmässig stattfindenden Fussball-Orgien kaum Partnervermittlungen brauchen), auch von «Jahresbudget» ist die Rede. Diese Rede aber hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Weshalb? Ist es das romantische Gemüt? Sträubt sich da etwas gegen die Bewirtschaftung auch noch der letzten menschlichen Regung? Ist es die Vermessung der Liebe, die, gezählt und gewogen, ihres Zaubers beraubt wird? Wer weiss, vielleicht ist es auch bloss Sommer, und die Sterne scheinen hell, und der laue Wind wiegt die Wellen. Und 383 Franken passen da irgendwie nicht ins Konzept. 

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