Zu guter Letzt: Die heilende Wirkung von Videogames

Kriegs-Videospiele geniessen nicht den besten Ruf – sie desensibilisieren die Spieler gegen Gewalt und machen süchtig, sagt man ihnen nach. Eine Studie wirft diese Vorurteile nun über den Haufen.

Gute Nachrichten für die Brutalo-Games-Szene: Wissenschaftler der Grant MacEwan University fanden heraus, dass regelmässiges Spielen von Games, bei denen es um Krieg und Kampf geht, das Ausmass des Leides und der Aggression in Träumen über den Krieg zu senken vermögen. Oder einfacher gesagt: Videogames können Soldaten helfen, besser zu schlafen.

Für die Studie wurden die Soldaten in zwei Gruppen – «Vielspieler» und «Wenigspieler» – eingeteilt und zu ihren Träumen befragt. Die Ergebnisse waren deutlich: Die der ersten Gruppe zugeteilten Teilnehmer gaben an, dass ihre Alpträume über den Kampf weniger intensiv waren und dass sie oft das Gefühl hatten, gegen die Bedrohungen ankämpfen zu können. In der zweiten Gruppe gab es häufiger ein Gefühl der Hilflosigkeit gegen einen aggressiven und gewalttätigen Feind.

Brutale Videospiele könnten als eine Art Bedrohungssimulator dienen, so eine Erklärung der Wissenschaftlerin Jayne Gackenbach. Dieser konditioniere den Geist, besser mit intensiven, gefährlichen Situationen in Alpträumen zurechtzukommen. Sie kann sich laut New Scientist sogar vorstellen, dass das häufige Videospielen der Soldaten eine Art von Selbstmedikation darstellt und mehr ist als nur eine Spielsucht.

Leuchtet ein. Irgendwie.

(Quelle: Pressetext)
 

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