Zu guter Letzt: Die Bärte müssen weg

Glaubt man dieser Neuseeländischen Kampagne, geht es früher oder später auch dem letzten Bart an den Kragen.

Der Bart erlebte in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich ein beachtliches Revival. Keine Werbeagentur, in der nicht mindestens die Hälfte der Mitarbeiter das Gesichtshaar zelebrieren. Aus ästhetischer (und praktischer) Sicht ein nachvollziebarer Trend. Aber wie mit allem gilt auch hier die Regel: Irgendwann hat mans gesehen. Denn spätenstens wenn alle gleich aussehen, wollen Trendsetter wieder weg vom Einheitsbrei. So sind beispielsweise Hipster akut vom Aussterben bedroht: «Das neue Stilideal ist der Normalo», hielt jüngst Constatin Seibt bei seinem Besuch in Frau Gerolds Garten fest.

Geht es nach dem Rasierer-Hersteller Schick – so heisst Wilkinson Sword in den USA, in Asien und in Australien – ist die Zeit gekommen, den Bärten Adieu zu sagen. Nachvollziehbar: Sind Körperhaare in Mode, herrscht in der Rasur-Industrie Flaute. Kommuniziert wird dieses Anliegen im Namen von Schick Neuseeland von Y&R Aucklan mit einer Kampagne, die weltweit Beachtung fand und für Aufsehen sorgte. Da sie handwerklich so gut gemacht ist, verzeiht man ihr auch gewisse Interpretationsspielräume, was die Message betrifft. «Befreie deine Haut», so der Slogan. Ob und inwiefern die Träger genau durch die kuscheligen Gesichts-Viecher gestört werden, bleibt irgendwie offen. Möchte man die pelzigen Anhängsel wirklich wegrasieren? Egal. (hae)

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