Zu guter Letzt: Der wandelnde Internetzugang
Eine Marketing-Agentur in den USA hatte die lustige Idee, Obdachlose in ein T-Shirt mit der Aufschrift «Ich bin ein Hot Spot» zu stecken und sie auf der Strasse drahtlosen Internetzugang verkaufen zu lassen.
Heute verkaufen Obdachlose und andere Randständige typischerweise Publikationen zum Anfassen – in der Schweiz namentlich das Surprise-Magazin. Nun ist aber gemeinhin bekannt, dass bedrucktes Papier langsam, aber sicher durch Dateien und elektronische Lesegeräte ersetzt wird. Die Zukunft der Strassenverkäufer scheint ungewiss. Nicht so, wenn es nach einer US-Marketingfirma geht. Ihr Projekt «Homeless Hot Spots» macht Menschen zu Hardware: Die wandelnden W-Lan-Verkäufer, die einen Hot Spot mit sich herumtragen, haben T-Shirts mit ihrem Namen, einer Telefonnummer sowie der charmanten Aufschrift «Ich bin ein Hot Spot» an. Schickt man ein SMS, gibt es für zwei Dollar eine Viertelstunde Internet.
Praktisch, wohltätig, diskriminierend oder gar menschenverachtend? Das Projekt dürfte wohl polarisieren. Die wandelnden Internetzugänge würden aber sicher bei der breiten Bevölkerung deutlich besser ankommen, wenn auf dem T-Shirt statt «Ich bin ein Hot Spot» «Ich habe einen Hot Spot» stehen würde …
(Quelle: Spiegel.de)
