Zu guter Letzt: Den eigenen Namen in der Zeitung lesen
Das Ziel vieler junger Menschen ist es immer noch, den Einstieg bei den Medien zu suchen. Und endlich den eigenen Namen in der Zeitung zu lesen, unter einem selbst recherchierten und verfassten Bericht.
Aber wie komme ich an spannende Themen, wie hinterfrage ich kritisch, wie bereite ich ein Interview vor, wie verfasse ich eine Presseaussendung? Diese Aufgaben stehen im Mittelpunkt des einmonatigen Lehrgangs an der Uni Liechtenstein in Vaduz. Ein Lehrgang der bereits zum dritten Mal in Folge stattfindet: Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein und die Universität Liechtenstein schreiben die Internationale Sommerakademie für Journalismus und Public Relations aus. Diese hat das Ziel, die journalistische Berichterstattung über gesellschaftspolitische Themen durch die Vergabe von 12 Stipendien zu fördern. Daher richte sich die Ausschreibung bewusst an journalistische Einsteigerinnen und Einsteiger und junge Profis aus dem Vierländereck Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein, so Regierungschef Klaus Tschütscher auf Presseportal.ch zu den Beweggründen der Durchführung der Sommerakademie. Im Jahr 2010 nahm auch ein Student aus Südtirol teil, die Gruppe kam also sogar aus fünf Ländern. Für dieses Projekt werden nicht nur Studierende eingeladen, sondern auch junge Leute, die – mit oder ohne abgeschlossenes Studium – den Sprung in ein journalistisches Berufsleben wagen wollen, führt Tschütscher aus.
Die Ausbildung mit stark praxisorientiertem Schwerpunkt ist für die 12 Jungprofis kostenlos. National und international erfahrene Journalismus- und PR-Expertinnen und -Experten aus allen vier Ländern geben ihr Wissen in Workshops weiter. Alle Stipendiaten sollen die Medienarbeit von der Pieke auf lernen. Die Ausbildung läuft in Zusammenarbeit mit den beiden Tageszeitungen im Vaterland und Volksblatt, in denen noch während des Lehrgangs laufend Berichte der Nachwuchsjournalisten erscheinen.
Trotz oder gerade wegen der Praxisorientierung ist die Sommerakademie in Liechtenstein konsequent nach den Bologna-Grundsätzen konzipiert und wird dementsprechend durchgeführt. Zum Abschluss der Akademie erwerben alle positiv beurteilten Studierenden 10 ECTS-Punkte sowie eine Teilnahmebestätigung der Universität Liechtenstein. Das vordringliche Ziel der Bildung sei aber nicht Wissen, sondern Handeln, betont Claudia Schanza als Studienleiterin.
Die Internationalen Sommerakademie dauert vom 6. bis 31. August 2012.
