Zu guter Letzt: Deal or no Deal
Die 16- bis 24-Jährigen in Holland, Deutschland, Belgien und Spanien haben bald die Möglichkeit, gratis mit dem Handy zu telefonieren und SMS zu verschicken, wenn sie dafür Werbung auf dem Mobiltelefon in Kauf nehmen. Angesichts dieses Angebots werden Erinnerungen an eine berühmte Figur der deutschen Literatur wach.
Die 16- bis 24-Jährigen in Holland, Deutschland, Belgien und Spanien werden bald mit dem Angebot des finnisch-britischen Mobilfunkunternehmens Blyk beglückt, das ihnen Gratis-Telefonie und SMS zusichert, wenn sie sich im Gegenzug dazu bereit erklären, Werbebotschaften auf ihrem Mobiltelefon zu empfangen. Die Jungen seien besonders werbeaffin und würden sich deshalb besser als andere Altersgruppen für ein derartiges Modell eigenen, begründet Blyk den Ausschluss all jener, die das 25. Altersjahr bereits erreicht haben. In England funktioniere das Angebot bereits mit Erfolg. In unserem nördlichen Nachbarland sind aber noch nicht alle überzeugt, ob der Deal funktionieren wird: «Selbst bei einem kostenlosen Modell bleibt die Akzeptanz von Werbung bei den Handy-Besitzern fraglich», meint Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft. Interessierten Jugendlichen sollte man darüber hinaus vielleicht das Schicksal von Goethes Faust in Erinnerung rufen: Der dachte auch, er mache ein gutes Geschäft, als er Mephiosto seine Seele verkaufte, um zu irdischem Glück zu gelangen. Eingebracht hat es ihm nur eine unglückliche Liebschaft mit Gretchen. Und auch jene Telekomfirma, die mit einem schlechte Deals anbietenden Teufel wirbt, prosperiert hierzulande nicht gerade. Seit Wochen wird schliesslich spekuliert, ob Tele 2 in der Schweiz aus dem Mobilgeschäft aussteigt. Man merke: Finger weg von billigen Deals.
