Zu guter Letzt: Das Paradies ergoogelt

Das Surfen im Internet kann auch wissenschaftlichen Zwecken dienen. Und sogar Biologischen: Der englische Wissenschaftler Julian Bayliss, Angestellter des Royal Botanic Gardens, hat mit Google Earth ein 7’000 Hektar grosses Gebiet entdeckt, in welchem unzählige bisher unbekannte Tier- und Planzenarten leben.

Das Surfen im Internet kann auch wissenschaftlichen Zwecken dienen. Und sogar Biologischen: Der englische Wissenschaftler Julian Bayliss, Angestellter des Royal Botanic Gardens, hat mit Google Earth ein 7’000 Hektar grosses Gebiet entdeckt, in welchem unzählige bisher unbekannte Tier- und Planzenarten leben. Wie die englische Zeitung Telegraph und das Newsnetz berichten, suchte Bayliss via Google Earth die ganze Welt nach Waldregionen oberhalb von 1500 Metern ab. Im Norden Mosambiks wurde er fündig: Der Mount Mabu, ein der Wissenschaft bislang unbekannter Ort, liegt in unwegsamen Terrain – Kriege hatten bislang einen Zugang unmöglich gemacht. Bis vor drei Jahren kannten nur Einheimische diese Region.
Im Herbst dieses Jahres machte sich Bayliss zu einer Expedition auf. Im Wald von Mount Mabu fand die Gruppe um Bayliss und Expeditionsleiter Jonathan Timberlake Hunderte verschiedener Pflanzen- und Tierarten. Darunter drei neue Schmetterlinge, eine Pflanze und eine bislang unbekannte Schlangenart. Die Wissenschaftler vermuten, dass in dem Gebiet noch hunderte Arten ihrer Entdeckung harren.
«Solche Funde sind nicht nur für die Wissenschaft unentbehrlich, sondern erweisen auch in Zeiten der Abholzung und Weidelandgewinnung dem Artenschutz einen unschätzbaren Dienst», gab Timberlake gegenüber dem Portal Wildlifextra.com zu Protokoll. Die beiden Wissenschaftler sind sich sicher, dass in naher Zukunft via Google Earth noch weitere grüne Inseln entdeckt werden.

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