Zu guter Letzt: Das Internet lügt – hin und wieder (2)
Die Geschichte hat zwar bereits die Runde gemacht, aber es lohnt sich trotzdem, sie sich aufgrund neuerer Erkenntnisse noch mal genauer anzusehen. Die Rede ist vom Kurssturz der United-Airlines-Aktie wegen einer falschen Nachricht auf Google News.
Die Geschichte hat zwar bereits die Runde gemacht, aber es lohnt sich trotzdem, sie sich aufgrund neuerer Erkenntnisse noch mal genauer anzusehen. Die Rede ist vom Kurssturz der United-Airlines-Aktie wegen einer falschen Nachricht auf Google News.
Irgendwann Sonntagnacht, am 7. September, ruft ein Leser auf der Webseite der Provinzzeiung Sun Sentinel die Nachricht über den Bankrott von United Airlines im Jahr 2002 aus dem Archiv ab. Weil auf der Seite sonst kaum Verkehr ist, gerät die einmal angeklickte Nachricht in die Rubrik «Meistgelesen» und somit auf den Radar des Suchroboters von Google. Dieser merkt nicht, dass die Nachricht bereits sechs Jahre alt ist – Archivnachrichten sind nicht datiert – und ordnet ihr das aktuelle Datum zu. So weit, so schlecht.
Die Nachricht landet also auf Google News, eine der meistbesuchten Webseiten dieses Planeten. Dort wird sie Montag früh von einem Börsenanalysten gesehen, der sie in einen Newsletter für die Nachrichtenagentur Bloomberg einfliessen lässt. Um 11.00 Uhr morgens hat die UAL-Aktie dann bereits massig Federn gelassen. Als sie fast 76 Prozent ihres Werts verloren hat, wird der Verkauf ausgesetzt. Mittlerweile, also nach der Aufklärung der Falschinformation, ist die Aktie jedoch wieder auf Kurs.
Die Pointe an der letztlich von einem Suchroboter verursachten Panne ist die Tatsache, dass auch der massive Kurssturz nicht von Menschenhand, sondern von Computern ausgelöst worden war, die aufgrund neuer Risikoeinschätzung automatisch und massenhaft UAL-Anteile abstiessen. Fortsetzung folgt.
Irgendwann Sonntagnacht, am 7. September, ruft ein Leser auf der Webseite der Provinzzeiung Sun Sentinel die Nachricht über den Bankrott von United Airlines im Jahr 2002 aus dem Archiv ab. Weil auf der Seite sonst kaum Verkehr ist, gerät die einmal angeklickte Nachricht in die Rubrik «Meistgelesen» und somit auf den Radar des Suchroboters von Google. Dieser merkt nicht, dass die Nachricht bereits sechs Jahre alt ist – Archivnachrichten sind nicht datiert – und ordnet ihr das aktuelle Datum zu. So weit, so schlecht.
Die Nachricht landet also auf Google News, eine der meistbesuchten Webseiten dieses Planeten. Dort wird sie Montag früh von einem Börsenanalysten gesehen, der sie in einen Newsletter für die Nachrichtenagentur Bloomberg einfliessen lässt. Um 11.00 Uhr morgens hat die UAL-Aktie dann bereits massig Federn gelassen. Als sie fast 76 Prozent ihres Werts verloren hat, wird der Verkauf ausgesetzt. Mittlerweile, also nach der Aufklärung der Falschinformation, ist die Aktie jedoch wieder auf Kurs.
Die Pointe an der letztlich von einem Suchroboter verursachten Panne ist die Tatsache, dass auch der massive Kurssturz nicht von Menschenhand, sondern von Computern ausgelöst worden war, die aufgrund neuer Risikoeinschätzung automatisch und massenhaft UAL-Anteile abstiessen. Fortsetzung folgt.
