Zu guter Letzt: Blick in die Twitter-Kristallkugel
Nach dem WM-Endspiel sorgte auf Twitter ein Account namens «Fifa Corruption» für Furrore: Der Autor schien den Verlauf des Spiels bereits im Vorfeld sehr genau gekannt zu haben.
Der Nährboden für Fifa-Kritik scheint also fruchtbarer denn je. So stiess nach dem Finale vom Sonntag der Twitter-Account «Fifa Corruption» @FifNdhs auf offene Social-Media-Ohren. Die Tweets wurden vor Spielbeginn verfasst, gaben aber den Verlauf des Endspiels treffend wieder. Götze wird treffen, in der zweiten Hälfte der Verlängerung wird ein Tor fallen, Deutschland wird nach Verlängerung 1:0 siegen… der Beweis für die Korruptheit der Fifa, so der erste Tweet.

Zumindest im ersten Moment schien der Autor für reichlich Verwirrung zu sorgen – wurden doch die «Prognosen» bis zu 76'000 mal retweetet. Das verwundert wenig: Die Idee war simpel, aber clever inszeniert. So clever, dass sie erst von einem Inder namens @sureshnakhua mit einem Screenshot aufgelöst werden musste, um (die meisten) Leute vom Schwindel zu überzeugen. Demnach wurden im Vorfeld Tweets zu möglichen Spielausgängen und Torschützen verfasst. Die falschen wurden nach dem Spiel gelöscht – fertig der Hokus Pokus. Netter Versuch. Es sieht jedoch aus, als dürften die Deutschen ihren wertvollen vierten Stern doch behalten. (hae)

