Zu guter Letzt: Biste noch wack?
Eigentlich sind es nur ein paar wenige Regeln, die man als SMS-Schreiber oder -Schreiberin befolgen muss. Mit klarem Kopf überhaupt kein Problem. Doch leider verfügen die meisten Menschen nicht immer über einen solchen.
Die Regeln: Keine komplizierten Sachverhalte erklären wollen, keine Beziehungen beenden, keine Ironie zwischen den Zeilen verstecken (ausser man ist sich sicher, dass der Unterton ankommt – auch ohne Smiley), Smileys sowieso nur im äussersten Notfall verwenden, keine Abkürzungen gebrauchen, die keiner versteht, politisch korrekt bleiben, und, zu guter Letzt, den SMS-Empfänger vor dem endgültigen Versenden der Mitteilung nochmals sorgfältig prüfen. Eigentlich gar nicht so schwierig, sich daran zu halten. Wenn man denn einen klaren Kopf hat. Leider verfügen wir nicht jeder Minute unseres Lebens über einen solchen. Eine Bar, laute Musik, Nebel aus der Nebelmaschine oder aus dem Mund unserer rauchenden Mitmenschen – dazu ein Bier, zwei Bier, drei Bier…dann der fatale Griff zum Handy – dass wir uns in einer solchen Situation nicht mehr an alle SMS-Regeln halten können und/oder wollen, versteht sich von selbst. Nun, ein, zwei Smileys zuviel oder die eine oder andere unverständliche Abkürzung getippt – kein Problem. Gröbere Fehler aber können schwerwiegende Folgen haben – der Fantasie sei an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt. Soweit, so gut, alles bekannt, seit es das Handy gibt. Blöd nur, wenn die Fehltritte in SMS-Form nicht nur den (hoffentlich wenigsten richtigen) Empfänger erreichen, sondern auch das Internet – und dort, wie es im Internet halt so ist – von der ganzen Welt gelesen werden können. Die Seite heisst Smsvongesternnacht.de. Ein Blick auf die gesammelten Peinlichkeiten lohnt sich.
