Zu guter Letzt: Bild-Zeitung hilft Kanzlerkandidaten beim Wahlkampf

Auch in den politischen Parteien dürften die Werbebudgets in Zeiten der Rezession heruntergefahren werden. Die Kanzlerkandidaten erhalten in ihrem Wahlkampf dafür Unterstützung durch die Bild-Zeitung.

Die Werbebudgets werden in Zeiten der Rezession heruntergefahren. Diese Spartaktiken dürften auch vor den politischen Parteien nicht Halt machen. Dennoch stehen in Deutschland Bundestagswahlen – und damit Wahlkampf – an. Wer kann sich am besten verkaufen und wird schliesslich das Rennen um den Kanzlerplatz machen? Bleibt Angela Merkel von der CDU am Ruder, oder wird sie vom SPD-Mann Frank-Walter Steinmeier oder FDP-Kandidat Guido Westerwelle abgelöst? Wie viel Geld muss eigentlich für eine anständige Wahlkampagne ausgegeben werden? Wenigstens darüber müssen sich die Politiker dieses Jahr keine Sorgen machen, denn die Kandidaten erhalten Unterstützung aus der Medienbranche – genauer gesagt von der Bildzeitung.
Das Boulevardblatt veranstaltet seinen aktuellen Leser-Werbewettbewerb unter dem Motto «Bild Dir Deinen Kanzler» und ruft alle Leser und kreativen Köpfe dazu auf, überzeugende Wahlwerbung für die Spitzenkandidaten des diesjährigen Bundestagswahlkampfes zu entwerfen. Die eingesandten Ideen werden in der Zeitung oder im Internet präsentiert. Nutzer können ihre Vorschläge zudem selbst online stellen.
Unklar bleibt, ob sich die drei Kandidaten auf die kreativen Ideen aus der Bevölkerung verlassen, oder ob sie dennoch auf professionelle Werbestrategien setzen. Profitieren können sie aber allemal. So sieht Bild-Chefredaktor Kai Diekmann den Vorteil des Wettbewerbs für die Politiker vor allem darin, dass diese einmal herausfinden können, was dem Wähler wirklich gefällt.

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