Zu guter Letzt: «Big Google» – der grosser Bruder

Dank Street View hat Google nun auch das Treiben auf Schweizer Strassen genauestens im Visier. Orwell und Foucault lassen grüssen. Wer sich vollends der Beobachtung entziehen will, dem bietet das googlefreie Dorf «Opt-Out Village» eine Alternative.

Mit der Lancierung von Street View in der Schweiz kann nun auch durch hiesige Städte virtuell flaniert werden. Die Bilder sind ziemlich scharf, alles zu erkennen. Wie steht es um dem Schutz der Privatsphäre? Aha, ein Klick auf die Infoseite von Google zeigt, man hat sich auch beim Suchmaschinengiganten Gedanken darüber gemacht. «Erfahren Sei, wie Google Ihre Privatsphäre schützt», lautet die vielversprechende Botschaft auf der Homepage. Erstens: Bilder würden nicht in Echtzeit angezeigt, sondern zuerst überarbeitet. Zweitens: Personen würden dabei unkenntlich gemacht. Dass man sich da aber nicht wirklich darauf verlassen kann, zeigt auch gleich der dritte Punkt: Antrag auf Entfernung eines Bildes. Das heisst: wer sicher sein will, dass er nicht mit von der Partie ist, muss es selbst in die Hand nehmen. Ständig alle Orte abzusuchen, wo man sich in den letzten paar Monaten aufgehalten hat, scheint – um es gelinge auszudrücken – etwas umständlich zu sein.
Die einzig wahre Lösung zeigt der fiktive Nachrichtensender Onion Network News auf. Wer sich gegen Googles Daten-Sammelwut effektiv schützen will, hat die Möglichkeit, sich in den abgelegenen Ort «Opt-Out Village» verfrachten zu lassen, wo man garantiert nicht mehr ausspioniert werden kann. Der untenstehende Videobeitrag klärt darüber auf, was ein Aussteiger genau im «googlefreien Dorf» erwartet. Interessierte melden sich via Googles Startseite über die Funktion «Opt-Out», oder befolgen den Ratschlag der Nachrichtensprecherin und bitten via Email einen Freund um Hilfe – Google wird sich in Kürze melden.


Google Opt Out Feature Lets Users Protect Privacy By Moving To Remote Village

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