Zu guter Letzt: Barack Obamas Spiegelkabinett
Wenn Barack Obama gegen Ende Juli Europa und den Nahen Osten besucht, wird ein ganzer Tross von Medienleuten mitreisen und in den USA darüber live berichten. Das Interesse ist offenbar riesig. Obamas Reise dürfte also weniger in die Alte Welt als in die amerikanischen Wohnzimmer führen.
Auf seiner bevorstehenden Reise durch Europa und den Nahen Osten wird US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama unter Dauerbeobachtung der Journalisten-Elite aus den USA stehen. Die Starmoderatoren der grossen Fernsehsender ABC, NBC und CBS werden ihn in der Woche vom 21. bis 27. Juli auf dem Trip begleiten und ihre Sendungen direkt aus Ländern wie Israel, Deutschland oder Frankreich moderieren, wie die New York Times gemäss SDA berichtete. Das Interesse in den USA ist offenbar riesig, so dass die Medien rund 50 Journalisten abkommandiert haben, um sich an Obamas Fersen zu heften und natürlich genau zu beobachten, ob sich der Kandidat im Ausland einen Schnitzer leistet. So also reist der Mediendarling mit einer ihn medial spiegelnden Entourage durch die Länder der Alten Welt. Und es ist gut möglich, dass er dort gar nie richtig ankommt, weil seine Reden nicht seinen Gastgebern, sondern den Zuschauern zuhause gelten. So oder so, es dürfte eine spannende Woche werden.
