Zu guter Letzt: Aust hat ausgespiegelt

Chefredakteure scheinen in manchen Belangen ihr Schicksal mit Fussballtrainern zu teilen: Die ganze Nation weiss besser, wie man ihren Job erledigen soll, die Fluktuationsrate ist sehr hoch und wird mal einer rausgekippt, geht gleich die Spekulationsmaschine los, wer ihn ersetzen soll.

 
Chefredakteure scheinen in manchen Belangen ihr Schicksal mit Fussballtrainern zu teilen: Die ganze Nation weiss besser, wie man ihren Job erledigen soll, die Fluktuationsrate ist sehr hoch und wird mal einer rausgekippt, geht gleich die Spekulationsmaschine los, wer ihn ersetzen soll. So auch jetzt wieder, da uns die Kunde erreicht hat, dass der eigentlich bis 2010 laufende Vertrag von Spiegel-Chef Stefan Aust vorzeitig auf Ende 2008 beendet wird. Von seiner Kündigung hat der Gute wohl aus der Ferne erfahren, er weile derzeit nämlich in den Ferien, schreibt Horizont.net. Dafür dreht sich schon das Kandidaten-Karussell: Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo und Mathias Müller von Blumencron, Chefredaktor von Spiegel Online, werden in der Gerüchteküche herumgereicht. Ob Stefan Aust noch bis Ende nächstes Jahr seines Amtes waltet oder ob er vorzeitig freigestellt wird, ist derzeit noch offen. Ganz so schnell wie bei den Fussballhäuptlingen scheint so ein Chefredaktor-Abschuss also nicht vor sich zu gehen.

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