Zu guter Letzt: Armer Bachelor
Wie der Sonntagsblick enthüllt, erhält der «Bachelor» nur einen vierstelligen Betrag für seine medial inszenierte Brautschau. Einfach ungerecht, diese Welt.
Sonntagsblick-Recherchen haben eine erschütternde Tatsache aufgedeckt: 3+-«Bachelor» Lorenzo Leutenegger erhält für den Zirkus, den er veranstaltet, nur einen vierstelligen Betrag. Vielleicht 5000 Franken, denn sonst wäre sicherlich von einem «hohen vierstelligen-» oder einem «knapp fünfstelligen Betrag» die Rede. Starker Tabak! Während Otto Normalbürger entspannt der Arbeit nachgeht, muss der per Definition begehrteste Schweizer Junggeselle in Thailand aus 21 zusammengecasteten Frauen diejenige auswählen, die ihm am wenigsten unsympathisch erscheint. Die Damen wiederum revanchieren sich, indem sie beispielsweise vorzeitig abreisen. Was durchaus verständlich ist, wenn man vom ohnehin knapp bemessenen Taschengeld (500 Franken brutto pro Woche) auch noch die alkoholischen Getränke im Hotel bezahlen muss. Auf Befehl wochenlang das Mobiltelefon abgeben ist ebenfalls nicht jederfraus Sache. Letzteres haben übrigens Recherchen der Basler Zeitung ergeben (vielleicht hat Lorenzos Vater Filippo etwas verraten). Da die Damen nach ihrer Rückkehr schweigen müssen – Konventionalstrafe im diesmal fünfstelligen Bereich lässt grüssen – dürfen die Medien endlich wieder einmal nach Herzenslust recherchieren. Und bleiben so in Übung. (hae)
Teaserbild: Screenshot 3+
