Zu guter Letzt: Apples «moderne Markenpflege»
Apple soll eine gezielte Streuung von Geheim-Infos als etablierte PR-Strategie nutzen. Diese Behauptung stellte der ehemalige Apple-Marketing-Manager John Martellaro in einem Beitrag für den Mac Observer in den Raum.
Verdächtig oft sickern Informationen über Apple durch, wie beispielsweise die Informationen zum erwarteten Apple Tablet. Diese erschienen kürzlich im Wall Street Journal. Nun behauptet ein ehemaliger Angestellter, dies sei Teil einer ausgeklügelten PR-Strategie. Die Informationen wurden direkt vom Unternehmen gestreut, wie Martellaro behauptet. Er beruft sich dabei auf seine eigenen Erfahrungen als PR-Verantwortlicher bei Apple. Die restriktive «One-Voice-Policy» widerspreche eigentlich allen Trends der modernen Markenpflege, wie Thomas Pleil, Professor für Journalismus und Kommunikation an der Hochschule Darmstadt, im Gespräch mit Pressetext erklärt. In der offenen Social-Media-Welt gehe es für Unternehmen eher darum, sich nach außen hin zu öffnen und Mitarbeiter zu motivierten Kommunikatoren in den diversen Kommunikationskanälen von Twitter bis Facebook zu machen. In seiner Kommunikationsstrategie verfahre Apple jedoch gerade umgekehrt, indem es seine Mitarbeiter zum Stillschweigen verpflichte und die maximal mögliche Kontrolle über kommunizierte Informationen ausübe. Unter dieser Kontrolle besitze die Marke und eine Streuung jeglicher Gerüchte über neue Produkte und Entwicklungen eine unheimliche Anziehungskraft.
Das ist sehr gut darin zu sehen, in welchem Umfang und wie schnell Gerüchte über Apple-Produkte im Netz die Runde machen. Es ist daher keineswegs überraschend, dass Apple diesen Umstand mit dem gezielten Streuen von Informationen nutzt. Ausserdem ist dies gemäss Peil eine etablierte Vorgehensweise in der Branche. Jedoch setzte eine derartige Strategie eine attraktive Marke und eine starke Bekanntheit im relevanten Geschäftsumfeld voraus.
Das ist sehr gut darin zu sehen, in welchem Umfang und wie schnell Gerüchte über Apple-Produkte im Netz die Runde machen. Es ist daher keineswegs überraschend, dass Apple diesen Umstand mit dem gezielten Streuen von Informationen nutzt. Ausserdem ist dies gemäss Peil eine etablierte Vorgehensweise in der Branche. Jedoch setzte eine derartige Strategie eine attraktive Marke und eine starke Bekanntheit im relevanten Geschäftsumfeld voraus.
