Zu guter Letzt: Andere Länder, andere Sitten
Der Gleichmacherei der Globalisierung zum Trotz erreichten uns aus Fernost gleich zwei Meldungen betreffend die Bedienbranche, welche exemplarisch für erhebliche lokale Unterschiede stehen
Der Gleichmacherei der Globalisierung zum Trotz erreichten uns aus Fernost gleich zwei Meldungen betreffend die Bedienbranche, welche exemplarisch für erhebliche lokale Unterschiede stehen. Im medial und anders an sich äusserst restriktiven China ist eine besonders blutige Form der Reality-Show verboten worden: Ab sofort dürfen Bilder von Geschlechtsumwandlungen oder Schönheitschirurgie nicht mehr ausgestrahlt werden, weil solche Programme «keinerlei positive Wirkung auf die Gesellschaft» hätten (nicht wie das übrige Fernsehangebot).
Sehr empfindlich reagierten die Behörden im muslimischen Malaysia auf die Veröffentlichung einer Jesus-Karikatur. Die Tageszeitung «Maakal Osai» darf während eines ganzen Monats nicht erscheinen, weil sie einen saufenden und rauchenden Jesus auf den Titel gesetzt hatte, unter dem stand: «Wenn jemand für seine Fehler büsst, erwartet ihn der Himmel.» Damit wollte man wohl verhindern, dass erboste Christen auf der ganzen Welt malaysische Botschaften in brand stecken, so wie das im umgekehrten Fall geschah, als sich eine dänische Zeitung über Mohammed lustig machte.
Sehr empfindlich reagierten die Behörden im muslimischen Malaysia auf die Veröffentlichung einer Jesus-Karikatur. Die Tageszeitung «Maakal Osai» darf während eines ganzen Monats nicht erscheinen, weil sie einen saufenden und rauchenden Jesus auf den Titel gesetzt hatte, unter dem stand: «Wenn jemand für seine Fehler büsst, erwartet ihn der Himmel.» Damit wollte man wohl verhindern, dass erboste Christen auf der ganzen Welt malaysische Botschaften in brand stecken, so wie das im umgekehrten Fall geschah, als sich eine dänische Zeitung über Mohammed lustig machte.
