Zu guter Letzt: Als sich das Rauchen noch richtig lohnte

Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen, aber es gab Zeiten, da hielt ein Grossteil der Weltbevölkerung den Marlboro Man für den coolsten Typen überhaupt. Das Rauchen einer Zigarette bedeutete damals noch Freiheit. Mit jedem Zug fühlte man sich seinen Vorbildern in Hollywood näher.

Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen, aber es gab Zeiten, da hielt ein Grossteil der Weltbevölkerung den Marlboro Man für den coolsten Typen überhaupt. Das Rauchen einer Zigarette bedeutete damals noch Freiheit. Mit jedem Zug fühlte man sich seinen Vorbildern in Hollywood näher. Und diese wurden für die Werbewirkung ihrer Teerinhalationsgebaren fürstlich entlöhnt.
Fast 200 Hollywood-Stars standen im «Goldenen Zeitalter» der Traumfabrik an der Westküste auf der Gehaltsliste der Tabakkonzerne wie American Tobacco, Reynolds, Liggett & Myers und anderer. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie hervorgeht, wurden Stars wie Gary Cooper, Clark Gable, Joan Crawford oder Spencer Tracy dafür mit extrem hohen Beträgen geködert. Lange geheim gehaltenen Unterlagen der Tabakfirmen weisen die Crème de la Crème Hollywoods nämlich als grosszügig bezahlte Werbeträger aus.
Gemäss der in der britischen Zeitschrift Tobacco Control erschienenen Studie zahlte American Tobacco allein in der Saison 1937/38 insgesamt 218’750 Dollar an Stars, um die Marke Lucky Strike zu bewerben – das entspräche heute etwa 3,2 Millionen Dollar.
Heute ist man den Rauchern überall auf den Fersen. Sogar Clark Gable, und sogar der Marlboro Man könnten nicht mehr im Saloon rauchen, wenn am nächsten Sonntag die «Initiative gegen Passivrauchen» angenommen wird. Schlägt sich denn niemand auf die Seite der Stars und Cowboys??

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