Zu guter Letzt: A Neid to Remember

Eine neue Studie zeigt: Facebook erzeugt Neid und macht unzufrieden. Und am Ende führt dies zu einer... genau, zu einer Neidspirale!

Forscher der Humboldt-Universität Berlin und der Technischen Universität Darmstadt haben eine weitere Facebook-Studie veröffentlicht (es gibt schon ungefähr 20'000). Diesmal kam heraus: Facebook fördert Neidgefühle und somit Unzufriedenheit. Grund: Andere Nutzer zeigen bekanntlich immer die Schokoladenseite des Lebens. Nicht nur bei Duckface-Selbstportraits von oben, sondern vorallem wenn es um Reisen und Hobbys geht. Der Facebook-Neid ist daher eher ein Freizeit-Neid, während sich die Menschen im persönlichen Kontakt um Fähigkeiten oder Karrieren beneiden.

Medienforscher Jan-Hinrik Schmidt fügt gegenüber Faz.net allerdings an, dass der Facebook-Neid freundlicher sei als viele seiner Neid-Kollegen. Man sei zwar neidisch auf Freunde, die gerade in der Karibik verweilen – aber man freue sich gleichzeitig auch für sie. Auf Facebook können neidgeplagte Leute reagieren, indem sie selbst eindrückliche Freizeitfotos hochladen. Dadurch entsteht laut Schmidt eine «Neidspirale». Denn andere Nutzer werden durch die neuen Fotos nur noch neidischer. Schlussendlich sind alle signifikant neidisch aufeinander.

Diese für die Menschheit doch recht relevanten Forschungsergebnisse halten hoffentlich niemanden davon ab, auf Facebook «Fan» der Werbewoche zu werden. Die Seite ist garantiert frei von Ferienfotos. (hae)

fb-ww

More articles on the topic