Zu guter Letzt: 2 hours in hell

Julie Delpy bietet mit ihrem Film «2 days in Paris» eine seichte Komödie, die nur so von Klischees und Vorurteilen lebt. Wahrhaftig eine Zelebrierung des filmischen Scheiterns.

Julie Delpy bietet mit ihrem Film «2 days in Paris» eine seichte Komödie, die nur so von Klischees und Vorurteilen lebt. Wahrhaftig eine Zelebrierung des filmischen Scheiterns.
Marion (Julie Delpy) und Jack (Adam Goldberg) – Sie ist Französin und er stammt aus den USA – sind am Schlusspunkt einer längeren Europareise für 2 Tage in Marions Heimatstadt Paris. Jack ist ein Hypochonder, der es schafft, während der ganzen vermeintlichen romantischen Europareise so pseudokrank zu sein, dass sie nicht einmal Sex haben können und er benutzt Schwarzenegger-Filme als Referenz. Marions Eltern servieren dem engstirnigen Freund aus den USA Kaninchen mitsamt Kopf, brüllen einander an, beschimpfen sich in den gröbsten Worten und zeigen ihm ein Nackt-Foto, das Töchterchen mal von ihm machte und sofort heimlich nach Hause schickte. All das in etwa 10 Minuten. Marion ist so hysterisch, dass sie aus Restaurant, Taxi und fast aus der Beziehung rausgeschmissen wird. All das in weniger als 24 Stunden.
Weder der dümmste Ami noch die albernste Französin könnten sich dermassen blöd benehmen. Aber wenn man schon den Inhalt auf Klischees begrenzt, dann könnte man annehmen, dass der Film dadurch witzig würde. Nein, denn Delpy versucht hie und da ein paar «echte» Gefühle hineinzuflechten und scheitert kläglich dabei. Es hat tatsächlich schon manch ein Filmkritiker behauptet, der Film sei klug und habe Tiefe. Ja, das haben Germany’s Next Topmodel und der Kleinkinderschwimmbecken auch…

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