Warten ohne Ende

Ein Berliner U-Bahnhof ist sieben Jahre lang die reinste Baustelle. Die Berliner Verkehrsbetriebe wirken Ärger mit Folien auf den Staubschutzwänden entgegen.

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Der zweite Teil des Slogans («…ein schönes Ende») fehlt, was wunderbar zur langandauernden Baustelle passt. (Fotos: Ann-Kathrin Kübler)

 

Dass sich Baustellen in Berlin gut und gerne hinziehen können, ist spätestens seit dem noch immer nicht fertiggestellten Flughafen BER international bekannt. Auch unterirdisch wird in der deutschen Hauptstadt immer mal wieder gebaut. Seit vier Jahren ist beispielsweise der U-Bahnhof Rathaus Steglitz in Baustellengewand verpackt. Die Fertigstellung der Sanierung ist für das ferne Jahr 2022 angesetzt.

Die Berliner Verkehrsbetriebe und die Tochterfirma Urbanis greifen die Warterei mit einem Augenzwinkern auf und setzen die Baustelle gekonnt in Szene. «Das Warten hat», heisst es gross auf einer Staubschutzwand. Darunter der bekannte BVG-Claim «Weil wir dich lieben». Wo später renovierte Verkaufsflächen entstehen sollen, sind grosse Bilder auf Folien abgedruckt. Dazwischen findet sich – als ungeplanter Beitrag der vorbeigehenden Fahrgäste – Graffiti. Ein Teil der Fläche ist aktuell für eine Ausstellung der Max-Planck-Gesellschaft vergeben, die faszinierende Bilder aus der Wissenschaft zeigt.

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Auf kleinen Plakaten heisst es weiter im Inneren der Bahnhofsgänge: «Zuerst unsere Arbeit, dann euer Vergnügen.» und «Das Warten hat ein schönes Ende.» Noch nicht – aber wird die Baustelle so kreativ genutzt, lässt es sich auf jeden Fall besser warten.

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