Wann ist die rote Linie überschritten?
Wo würden Sie die Linie ziehen? Die Organisation #TimeTo bekämpft sexuelle Belästigung in der britischen Werbe- und Marketingbranche. Der neuste Spot thematisiert die Weihnachtfeiern.

Wo zieht man die rote Linie? Wo beginnt sexuelle Belästigung? Wie lange lächelt man eine unangenehme Situation weg? Gehört das halt einfach dazu? Reagiert man überhaupt oder fühlt man sich derart überrumpelt oder perplex, dass man machtlos Passivität walten lässt? Greift man ein, wenn man Zeuge wird? Wann greift man ein?
Die britische Kommunikationsbranche hat ein Problem. 26 Prozent aller Mitarbeitenden der Werbe- und Marketingbranche wurden während der Arbeitszeit bereits sexuell belästigt. 72 Prozent davon mehr als einmal. 30 Prozent wurden schon einmal Zeuge von Belästigung. 83 Prozent der Belästigten haben diese Erfahrung nicht gemeldet.
Die Branche hat deshalb die NGO #TimeTo ins Leben gerufen. Zeit, sich zu wehren. Zeit, Stopp zu sagen. Zeit, einzugreifen, wenn man Zeuge wird. Zeit, Meldung zu machen.
Der NGO gehören rund 225 Agenturen und Unternehmen aus der Branche an. Sie verpflichten sich, einen Code of Donduct einzuhalten. Die Seite Timeto.org.uk klärt auf und ermutigt, aktiv zu werden. Zusätzlich sensibilisieren Kampagnen für das Anliegen. Aktuell: Die Weihnachtsfeier. Ein Spot zeigt das Problem auf. Poster liegen zum Ausdrucken bereit und sollen zum Nachdenken anregen.

