Vorsicht, Schulanfang
Die NGO Sandy Hook Promise, die sich dafür einsetzt, dass potentielle Amokläufer an Schulen früh genug erkannt werden, rüttelt mit ihrer neuen Kampagne erneut auf.

Bei vier von fünf Amokläufen an US-Schulen hatte mindestens eine Person im Vorfeld darüber Kenntnis, was der Täter plant – es aber verpasst, rechtzeitig die richtigen Stellen zu informieren. Sandy Hook Promise – benannt nach dem Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School 2012 – hat es sich zum Ziel gesetzt, die amerikanischen Schulen, Schüler und ihre Angehörige zu sensibilisieren, damit sie Anzeigen frühzeitig erkennen und so die Katastrophe verhindern können.
Die NGO, die informiert, aufklärt, schult und aufrüttelt macht seit jeher durch aufrüttelnde Kommunikation auf sich aufmerksam. Die Spots «Evan» (2016) und «Tomorrow’s News» (2017) gewannen zusammen über 200 Awards, darunter 13 Cannes Lions und erzielten weltweit über 3 Milliarden Impressions.
Vor einer Woche hat Sandy Hook Promise den diesjährigen Spot veröffentlicht. Erneut unter der kreativen Führung von BBDO New York. «Back-to-School Essentials» zeigt, wie Kinder ihre neuen Sachen zum Schulanfang präsentieren – und wofür sie sie unter Umständen brauchen. Einmal mehr geht die Ansprache der NGO eindringlich unter die Haut. Und thematisiert ein Problem, das in den USA nicht aktueller sein könnte. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sterben pro Tag acht (!) Kinder durch Schusswaffen. Seit 1970 hat es 1316 Schiessereien an Schulen gegeben – fast 20 Prozent davon seit besagtem Amoklauf 2012. Tendenz steigend.
