Wallisellen und art.I.schock: Kampagne gegen Grenzverletzungen im Alter

Die Stadt Wallisellen lanciert gemeinsam mit der Zürcher Kommunikationsagentur art.I.schock eine Sensibilisierungskampagne gegen Grenzverletzungen im Alltag mit älteren Menschen. Im Zentrum steht die Botschaft: Nicht die Absicht zählt, sondern das Empfinden der betroffenen Person.

Wallisellen-Kampagne gegen Grenzverletzungen mit klaren Botschaften. Quelle: zvg

«Ich meinte es gut. – Es hat sich nicht gut angefühlt.»

Mit einer breit angelegten Kampagne gegen Grenzverletzungen im Alter setzt die Stadt Wallisellen ein klares Zeichen für respektvollen Umgang mit älteren Menschen. Konzipiert und umgesetzt hat die Kampagne die Zürcher Kommunikationsagentur art.I.schock, die dank zahlreichen ähnlichen Projekten über Erfahrung und Fingerspitzengefühl in der Ansprache vulnerabler Zielgruppen verfüge, wie es in der Mitteilung heisst.

Grenzverletzungen im Alltag geschehen oft unbewusst und ohne böse Absicht: durch Bevormundung, unbedachte Aussagen oder das Übergehen von Bedürfnissen älterer Menschen. Schnell kann eine gut gemeinte Fürsorge in einen Übergriff kippen. Was einer Person richtig erscheint, fühlt sich für eine andere unangenehm an – denn individuelle Grenzen sind verschieden.

Wallisellen wirbt mit Kampagne für respektvollen Umgang. Quelle: zvg

Kodex als Herzstück der Kampagne gegen Grenzverletzungen im Alter

Im Zentrum der Kampagne steht der Kodex «Nein zu Grenzverletzungen», den die Stadt Wallisellen gemeinsam mit den Organisationen der Alterskonferenz erarbeitet hat. Er soll ein Umfeld schaffen, in dem Respekt, Würde und Sicherheit für alle Beteiligten selbstverständlich sind. Die Botschaft ist dabei eindeutig: Entscheidend ist nicht die Absicht der handelnden Person, sondern das Empfinden der betroffenen Person. Wer sich unwohl fühlt, soll «Nein» sagen dürfen – und dieses «Nein» muss gehört und respektiert werden.

Die Kampagne zeigt bewusst, wie unterschiedlich eine Situation erlebt werden kann. Das Motto «Ich meinte es gut. – Es hat sich nicht gut angefühlt.» bringt diesen Perspektivenwechsel auf den Punkt und fordert zur Reflexion auf.

Flyer, Plakate und Social Media für eine breite Reichweite

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, setzt die Kampagne auf verschiedene Kanäle: Neben Flyern, die in alle Haushalte verteilt werden, umfasst sie Social-Media-Posts, Inserate und Plakate. Für Auftritte an Anlässen in der Stadt wurden ausserdem Roll-ups sowie Tassen produziert. Die Kombination aus klassischen und digitalen Medien soll sicherstellen, dass die Botschaft sowohl ältere Menschen als auch deren Angehörige, Pflegende und die Bevölkerung insgesamt erreicht.

Mehr Informationen zur Kampagne und zum Kodex «Nein zu Grenzverletzungen» sind auf der Webseite der Stadt Wallisellen verfügbar: https://www.wallisellen.ch


Verantwortlich bei der Stadt Wallisellen: Michael Bänninger (Abteilungsleiter Gesellschaft). Verantwortlich bei art.I.schock: Gina Egg (Beratung, Projektleitung), Laura Binkert (Grafik).

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