Stadt Biel lanciert Kampagne gegen Homo- und Transfeindlichkeit
«Divers BielBienne» heisst eine Kampagne gegen Homo- und Transfeindlichkeit im öffentlichen Raum, welche die Bieler Stadtregierung am Freitag lanciert hat. Die Kampagne soll dazu beitragen, dass Biel als Stadt erlebt wird, in der niemand wegen des Geschlechts oder wegen der sexuellen Orientierung diskriminiert wird.

Website mit Testimonials
Anderseits hat die Stadtverwaltung eine neue Website aufgeschaltet. Dort erzählen Menschen von ihren Erfahrungen mit diesem Thema. Auch sind rechtliche Grundlagen sowie Hinweise auf Hilfs- und Beratungsstellen zu finden. Weiter schafft die Stadt Biel eine Meldestelle für erlebte oder beobachtete Diskriminierungen.
Ziel sei, die Problematik in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und die Menschen zu animieren, anderen in diskriminierenden Situationen beizustehen, schreibt der Bieler Gemeinderat. Biel sei eine «Divers-City», die aus ihrer Vielfalt schöpfe. Diese Vision habe der Gemeinderat in der Strategie Biel 2030 festgesetzt und sie wolle er umsetzen.
Kampagne auch im Wallis
Mitte Januar hatte auch der Kanton Wallis bekanntgegeben, er starte eine Kampagne gegen Homophobie und Transphobie. Zudem werde beim Amt für Gleichstellung und Familie zu diesem Thema eine neue Stelle geschaffen. Ein Bericht habe gezeigt, dass LGBTIQ+-Personen insbesondere psychisch weniger gesund seien als der Rest der Bevölkerung.
Die Analyse stellte beispielsweise fest, dass in dieser Gruppe mehr Suchtverhalten und ein zwei- bis fünfmal höheres Risiko für Suizidversuche besteht. LGBTIQ+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-, Intergeschlechtliche und queere Menschen. (SDA)

