Museum für Kommunikation setzt auf Mini-Guerrilla-Marketing

Mit einer Guerillakampagne im Miniaturformat wirbt das Museum für Kommunikation für seine Ausstellung «Massen – Foules – Crowds». Winzige Figuren, versteckt im Berner Stadtraum, wecken ehrliche Neugierde – ganz ohne grosses Budget.

Miniatur-Schafherde wirbt für Berner Ausstellung Massen. Quelle: zvg

Guerrilla-Marketing beim Museum für Kommunikation – gross denken, klein inszenieren

Ein Guerrilla-Marketing-Ansatz des Museums für Kommunikation macht derzeit im Berner Stadtraum auf sich aufmerksam: In liebevoller Kleinarbeit hat das Haus zahlreiche Miniaturmodelle von Menschen- und Tiermassen gestaltet und an ungewohnten Orten versteckt. Die charmante Kampagne bewirbt die Ausstellung «Massen – Foules – Crowds», die noch bis am 19. Juli 2026 im Museum zu sehen ist.

Miniaturfiguren bewerben Massen-Ausstellung des Berner Museums. Quelle: zvg

Wenn das Budget fehlt, zählt die Idee

Wer über grosse Budgets verfügt, kann über eine Vielzahl an Werbekanälen einen grossen Marktdruck und hohe Reichweite erzielen. Viele Kulturinstitutionen stehen jedoch vor der Herausforderung, mit bescheidenen Mitteln sichtbar zu bleiben. Das Museum für Kommunikation hat dabei das andere Ende der Skala gewählt: die kreative Guerilla-Marketingmassnahme.

Die Figuren sind keine zwei Zentimeter gross – und doch eröffnen die kleinen Szenen ganze Welten. Da skandiert eine Kleinstdemonstration «Wir sind Masse!», und eine Schafherde umringt einen etwas ratlosen Polizisten. Die Modelle wurden im Berner Stadtraum versteckt und überraschen die Passant:innen an unerwarteten Orten.

«Wir sind Masse!»: Museum wirbt mit Kleinstkampagne. Quelle: zvg

Nach eigenen Angaben des Museums funktioniert diese Kampagne nicht, weil sie sich aufdrängt, sondern weil sie dank ihrer kreativen Machart die ehrliche Neugierde der Menschen weckt – so, dass man hinsehen will.

Die Ausstellung: Masse neu gedacht

Die beworbene Ausstellung «Massen – Foules – Crowds» dekonstruiert das negative Bild der Masse aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie ist noch bis am 19. Juli 2026 im Museum für Kommunikation in Bern zu sehen. Das Haus wurde 1907 gegründet, gehört zum Museumsquartier Bern und ist nach eigenen Angaben schweizweit einzigartig in seiner Begegnung mit der Welt der Kommunikation. 2019 wurde es als erst drittes Museum der Schweiz mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr zählte das Museum 130’000 Besuchende.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Museum: https://www.mfk.ch


Verantwortlich bei Museum für Kommunikation: Nico Gurtner, Leiter Marketing & Kommunikation – Konzept und Umsetzung

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